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Tipps gegen starkes Schwitzen in der Nacht

Aktualisiert: vor 11 Stunden



  • Pro Nacht verliert der Körper einen halben Liter Nachtschweiss. Das sorgt für ein unangenhemes Nässegefühl und unterbricht den Schlaf.


  • Zu hohe Raumtemperatur ist der häufigste Grund für Schwitzen in der Nacht und schlechten Schlaf.


  • Die richtige Schlafumgebung mit natürlichen Materialien reduziert Feuchtigkeit und verbessert das Schlafklima deutlich.



Wusstest du, dass eine Erwachsene Person pro Nacht im durchschnitt einen halben Liter Schweiss verlieren? Noch mehr während den Sommermonaten oder bei Erkältungen. Diese Menge verdampft nicht nur in der Luft, sondern zieht in die Matratze, Bettwäsche und ins Pyjama ein – besonders, wenn Materialien nicht atmungsaktiv oder temperaturregulierend sind. Die Folge: ein feuchtes und teils klebriges Bettgefühl am Morgen, das alles andere als erholsam ist.


Ein erholsamer Schlaf hängt stark vom richtigen Schlafklima ab – das ist wissenschaftlich belegt und im Alltag deutlich spürbar. Wenn es in der Nacht im Schlafzimmer zu warm ist, reagiert der Körper mit seinem natürlichen Kühlmechanismus: Schwitzen.


Laut einer repräsentativen Umfrage von 2024, ist eine zu hohe Raumtemperatur der häufigst genannte Grund für schlechten Schlaf. Kein Wunder – wenn der Körper überhitzt, schlafen wir unruhiger und schwitzen mehr. Männer sind häufiger von starkem Schwitzen in der Nacht betroffen als Frauen.


Tatsächlich sind die Temperaturen in vielen Schlafzimmern höher als ideal. Das kann zum Beispiel wegen Heizungkörpern, dicke Bettdecken oder fehlender Luftzirkulation sein. Das sorgt dafür, dass die Menschen in der Nacht mehr schwitzen. Dadurch wird der Schlaf gestört und durch den Nachtschweiss entsteht ein unangenehmes Gefühl von Feuchtigkeit im Bett.


Nachtschweiss als Zeichen vom Schwitzen in der Nacht. Hier sind fünf Tipps gegens Schwitzen.
Pro Nacht verlieren wir einen halben Liter Schweiss

Wir zeigen dir, welche konkreten Tipps helfen, das Schlafklima zu verbessern – und wie du durch die richtige Matratze und Bettdecke endlich wieder entspannt schlafen kannst.



Schwitzen in der Nacht? Hier sind 5 Tipps gegen das nächtliche Schwitzen


1. Raumtemperatur senken

Die ideale Schlaftemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Ein kühleres Schlafzimmer unterstützt die natürliche Thermoregulation deines Körpers und reduziert das Schwitzen in der Nacht massiv.


Lasse die Vorhänge, Storen und Fenster im Schlafzimmer bei viel Sonneneinstrahlung die ganze Zeit geschlossen. Lüfte vor dem Zubettgehen das Schlafzimmer einmal richtig. Grosse Zimmerpflanzen helfen die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlt Zimmertemperatur zu regulieren.


Vermeide folgende Mythen:

Eine kühle Dusche oder kühles Getränkt wirken im ersten Moment abkühlend, aber der Schein trügt. Der Körper versucht nach dem "Kälteschock" wieder auf die normale Körpertemperatur zu kommen und heizt sich dadurch wieder auf. Ausserdem sollte wenn möglich auf Ventilatoren und Klimaanlagen verzichtet werden, weil die im Gebrauch zusätzliche Wärme erzeugen und einen hohen Stromverbrauch haben.



2. Leicht bekleidet oder nackt schlafen

Schlafkleidung aus atmungsaktiven Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Tencel sorgt für eine bessere Luftzirkulation. Alternativ kann es auch angenehm sein, nackt oder sehr leicht bekleidet zu schlafen – so kann überschüssige Wärme noch besser entweichen.


Achtung vor Luftdurchzug bei leichter Bekleidung:

Der konstante Luftdurchzug durch offene Fenster, Ventilatoren und Klimaanlagen kann beim Schlafen in leichter Bekleidung oder nackt im Nackenbereich zu Verspannungen führen.



3. Natürliche und atmungsaktive Bettwäsche

Bettdecken und Bezüg aus natürlichen Fasern wie Baumwolle, Wolle oder Hanf nehmen Feuchtigkeit auf, ohne sich direkt nass anzufühlen. Sie tragen dazu bei, dass dein Bett trocken bleibt, selbst bei starkem Schwitzen in der Nacht.



4. Kühlende und hautfreundliche Matratze

Matratzen können Wärme stauen – allem voran jene mit einem grossen Schaumstoffanteil. Die European Bedding Association empfiehlt Taschenfederkernmatratze als luftige und somit kühlende Alternative.


Eine weiterer wichtiger Aspekt bei der Matratze ist deren Bezug. Dieser sollte – ähnlich wie bei der Bettwäsche – aus hautfreundlichen und natürlichen Fasern, wie Baumwolle und Schafwolle, bestehen. Matratzenbezüge aus Polyester wirken im ersten Moment kühlend, können aber langfristig für einen Hitzestau sorgen und fördern somit das nächtliche Schwitzen.


Matratzentipp:

Wenn du deine alte Matratze entsorgen willst und eine Neue suchst, kannst du dir unsere Auswahltipps als Hilfestellung zur Hand nehmen. Die ecomade Matratzen mit dem mehrlagigen Taschenfedernkern eignen sich besonders gut als luftige und kühlende Schlafunterlage.



5. Koffein, Alkohol und schwere Speisen vermeiden

Diese Stoffe regen deinen Stoffwechsel und deine Körpertemperatur an. Wenn du darauf verzichtest, hat du meist einen ruhigeren Schlaf und weniger nächtliches Schwitzen.


Koffein und Teein blockieren die Adenosin-Rezeptoren und reduziert folglich den Schlafdruck und die Schlafqualität für eine Weile.


Interessanterweise hilft Alkoholkonsum beim Einschlafen, weil es eine Art sedierende Wirkung hat. Allerdings entstehen beim Abbau vom Alkohol Stoffwechselprodukte, die zu einem unruhigen, schwitzigen und schlechten Schlaf führen.


Nach dem Abendessen oder der letzten Nascherei am Abend braucht der Körper Zeit zum Verdauen. Wenn die Zeit zwischen dem letzten Mal essen und dem Zubettgehen zu kurz ist, muss die Verdauung auch im Schlaf weiterarbeiten und kann sich nicht wie gew ohnt erholen. Leicht Kost ist für den Körper einfach zu verdauen und somit muss der Körper weniger arbeiten.


Weitere Schlaftipps:

Weitere Tipps für einen besseren Schlaf findest du in unserem Blogbeitrag: "So gut schlafen wie ein Murmeltier – 8 Schlaftipps"




Ein nasses Bett wegen dem starken Schwitzen in der Nacht


Trotz aller Tipps:

Starkes Schwitzen in der Nacht kann auch auf hormonelle Veränderungen (wie die Wechseljahre) oder medizinische Ursachen hinweisen. Wenn du regelmäßig stark schwitzt und sich keine Besserung einstellt, lohnt sich ein ärztlicher Check.




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